Was ist systemisches Coaching?
Den Menschen verstehen – nicht nur das Problem betrachten.
Manchmal verstehen wir uns selbst nicht so richtig.
Warum fällt es uns bei manchen Menschen so schwer, Nein zu sagen? Warum geraten wir immer wieder in ähnliche Situationen? Oder warum halten wir an etwas fest, obwohl wir längst merken, dass es uns nicht mehr guttut?
Vielleicht stehst du auch vor einer Entscheidung, fühlst dich unzufrieden oder hast das Gefühl, dich irgendwie im Kreis zu drehen.
Oft versuchen wir, Antworten zu finden, indem wir nur auf uns selbst schauen.
Im systemischen Coaching gehen wir einen Schritt weiter.
Wir betrachten den Menschen nicht losgelöst von seiner Geschichte, seinen Beziehungen und den Erfahrungen, die ihn geprägt haben.
Denn unser Verhalten entsteht nicht einfach aus dem Nichts.
Was bedeutet „systemisch“ eigentlich?
Wir alle sind Teil unterschiedlicher Systeme. Dazu gehören beispielsweise unsere Familie, unsere Partnerschaft, Freundschaften oder unser berufliches Umfeld.
Innerhalb dieser Beziehungen entwickeln sich bestimmte Rollen, Erwartungen und Verhaltensweisen.
Vielleicht warst du in deiner Familie immer diejenige, die sich um alles gekümmert hat. Die Starke, die Vernünftige, die, auf die man sich verlassen konnte.
Und vielleicht merkst du heute, dass du auch im Beruf oder in deiner Partnerschaft ganz selbstverständlich Verantwortung übernimmst, selbst wenn dir längst alles zu viel wird.
Systemisch zu arbeiten bedeutet, solche Zusammenhänge gemeinsam zu betrachten.
Nicht um Schuldige zu suchen.
Sondern um besser zu verstehen, wie bestimmte Muster entstanden sind, was sie möglicherweise einmal für dich bedeutet haben und ob sie heute noch zu deinem Leben passen.
Die systemische Haltung – verstehen statt bewerten
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Haltung, mit der ich Menschen begegne.
Ich gehe nicht davon aus, dass ich besser weiß, was für dich richtig ist.
Du bringst deine eigene Geschichte, deine Erfahrungen, deine Werte und deine Sicht auf die Welt mit. Und die verdienen es, ernst genommen zu werden.
Neugierig bleiben
Ich möchte verstehen, statt vorschnell einzuordnen. Denn hinter einem Verhalten steckt oft mehr, als wir auf den ersten Blick erkennen können.
Unterschiedliche Perspektiven zulassen
Zwei Menschen können dieselbe Situation völlig unterschiedlich erleben. Im Coaching darf es verschiedene Sichtweisen geben, ohne dass wir sofort entscheiden müssen, wer recht hat.
Stärken und Möglichkeiten entdecken
Wir beschäftigen uns nicht ausschließlich mit dem, was schwierig ist. Wir schauen auch auf das, was du bereits geschafft hast, was dir Halt gibt und welche Fähigkeiten du vielleicht gerade aus dem Blick verloren hast.
Deinen eigenen Weg respektieren
Ich gebe dir keine fertigen Lösungen vor. Wir entwickeln gemeinsam neue Blickwinkel, aus denen du deine eigenen Antworten und nächsten Schritte finden kannst.
Warum wir manchmal immer wieder ähnlich reagieren
Vielleicht kennst du das:
Du bist längst erwachsen, hast dich weiterentwickelt und kannst in vielen Situationen gut für dich einstehen.
Und dann begegnest du einem bestimmten Menschen und merkst, wie du plötzlich wieder unsicher wirst, dich rechtfertigst oder in eine alte Rolle zurückfällst.
Hinterher fragst du dich vielleicht: Warum habe ich denn jetzt schon wieder so reagiert?
Im systemischen Coaching interessiert uns nicht nur, wie du dieses Verhalten verändern kannst.
Wir fragen auch:
Warum passiert es gerade in dieser Beziehung? Was verbindet dich mit diesem Menschen? Welche Erfahrungen könnten dabei eine Rolle spielen? Und wann gelingt es dir bereits, anders zu reagieren?
Manchmal verändert sich unser Blick auf uns selbst, wenn wir anfangen, solche Zusammenhänge zu erkennen.
Was wir aus unseren Familien mitnehmen – manchmal über Generationen
Hast du dich schon einmal gefragt, warum bestimmte Dinge in deiner Familie immer wieder ähnlich ablaufen?
Vielleicht wird über Gefühle nicht gesprochen. Vielleicht ist es selbstverständlich, dass immer dieselbe Person für alle anderen sorgt. Oder Konflikte werden lieber totgeschwiegen, bis irgendwann jemand explodiert.
Und manchmal entdecken wir solche Muster nicht nur bei unseren Eltern, sondern auch bei unseren Großeltern.
Ich finde das unglaublich spannend.
Denn vieles von dem, was wir als Kinder erleben, erscheint uns erst einmal ganz normal.
Wir lernen, wie Beziehungen funktionieren, wie man mit Schwierigkeiten umgeht und welchen Platz wir innerhalb der Familie haben.
Und manches davon übernehmen wir, ohne es überhaupt zu bemerken.
Nicht unbedingt, weil jemand etwas falsch gemacht hat.
Sondern weil auch unsere Eltern und Großeltern ihre eigenen Erfahrungen und Prägungen mitgebracht haben.
Muss das immer so weitergehen?
Nein.
Nur weil etwas über Generationen weitergegeben wurde, bedeutet das nicht, dass es auch in deinem Leben so bleiben muss.
Vielleicht bist du die Erste in deiner Familie, die anfängt, über Gefühle zu sprechen. Vielleicht möchtest du Konflikte anders lösen. Oder du bemerkst, dass du ständig Verantwortung übernimmst, obwohl du dir eigentlich mehr Unterstützung wünschst.
Im systemischen Coaching können wir gemeinsam auf solche Zusammenhänge schauen.
Nicht um deine Familie zu verurteilen oder nach Schuldigen zu suchen.
Sondern um zu verstehen, was du gelernt hast, was dir davon heute noch hilft und was du vielleicht nicht länger übernehmen möchtest.
Du darfst deine Familie lieben und trotzdem Dinge anders machen.
Du musst deine Geschichte nicht ablehnen, um deinen eigenen Weg zu gehen.
Manchmal beginnt Veränderung schon damit, dass wir erkennen:
Das habe ich so gelernt. Aber ich darf heute selbst entscheiden, wie ich damit umgehen möchte.
Wie arbeite ich im systemischen Coaching?
Nicht jedes Anliegen braucht dieselbe Methode.
Manchmal entsteht schon durch ein Gespräch und eine ungewohnte Frage ein neuer Gedanke.
Manchmal hilft es, etwas sichtbar zu machen, das bisher nur im Kopf stattgefunden hat.
Dafür nutze ich unterschiedliche Methoden aus der systemischen Arbeit.
Systemische Fragen und Perspektivwechsel
Mit gezielten Fragen schauen wir auf dein Anliegen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Dabei kann es auch darum gehen, vermeintlich feststehende Überzeugungen zu hinterfragen oder ein Verhalten in einem anderen Zusammenhang zu betrachten.
Aufstellungsarbeit
Mit Figuren, Symbolen oder Bodenankern können wir Beziehungen, innere Anteile, Herausforderungen oder Ressourcen im Raum darstellen.
Was vorher schwer zu greifen war, wird dadurch manchmal anschaulicher.
Du kannst Abstände verändern, andere Positionen einnehmen und ausprobieren, wie sich unterschiedliche Perspektiven für dich anfühlen.
Timeline-Arbeit
Bei einer Timeline betrachten wir deinen Lebensweg.
Welche Erfahrungen haben dich geprägt? Welche Entscheidungen hast du getroffen? Was stand dir damals zur Verfügung? Und was siehst du heute vielleicht anders?
Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit zu bewerten, sondern sie im Zusammenhang mit deinen damaligen Lebensumständen besser zu verstehen.
Ressourcenarbeit
Manchmal verlieren wir gerade in schwierigen Zeiten aus dem Blick, was uns eigentlich stärkt.
Gemeinsam schauen wir darauf, welche Fähigkeiten, Erfahrungen, Menschen oder Werte dir Halt geben können.
Denn neben allem, was schwer ist, gibt es häufig auch Dinge, auf die du zurückgreifen kannst.
Welche Methode wir nutzen, hängt von deinem Anliegen und davon ab, womit du dich wohlfühlst.
Mit welchen Anliegen kannst du zu mir kommen?
Vielleicht möchtest du ...
-
wiederkehrende Konflikte oder Beziehungsmuster besser verstehen
-
deine eigenen Bedürfnisse deutlicher wahrnehmen
-
lernen, Grenzen zu setzen, ohne dich ständig schuldig zu fühlen
-
eine berufliche oder persönliche Entscheidung treffen
-
dich mit deiner Familiengeschichte und ihren Prägungen beschäftigen
-
herausfinden, was dir Kraft und Orientierung gibt
-
dich selbst besser kennenlernen und neue Möglichkeiten entdecken
Du musst dafür weder eine Krise haben noch dein Anliegen schon genau benennen können.
Manchmal beginnt ein Coaching einfach mit dem Gefühl:
Irgendetwas passt für mich gerade nicht mehr.
Wie läuft ein Coaching bei mir ab?
Zuerst einmal darfst du ankommen und erzählen.
Wir nehmen uns Zeit für das, was dich beschäftigt. Ich höre zu, frage nach und wir schauen gemeinsam, worum es dir geht.
Du musst nichts vorbereiten und auch nicht schon eine Lösung im Kopf haben.
Manchmal werden wir viel miteinander sprechen. Manchmal arbeiten wir mit Figuren, Bodenankern oder anderen Methoden, um Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Du entscheidest mit, was sich für dich passend anfühlt und wie weit du dich mit einem Thema beschäftigen möchtest.
Mir ist wichtig, dass du dich mit deinen Fragen und Gedanken willkommen fühlst.
Es gibt keinen festen Ablauf, den jeder Mensch durchlaufen muss.
Denn du bringst deine eigene Geschichte mit. Und die verdient einen individuellen Blick.
Was systemisches Coaching nicht ist
Systemisches Coaching ist keine Psychotherapie und ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Auch geht es nicht darum, dir zu sagen, wie du leben sollst, oder deine Vergangenheit nach Fehlern abzusuchen.
Nicht alles muss verändert werden. Und nicht jede Schwierigkeit braucht sofort eine Lösung.
Manchmal ist es zunächst wichtig, sich selbst besser zu verstehen.
Raum für Entwicklung – meine Haltung
Ich glaube, dass Menschen gute Gründe für vieles haben, was sie tun. Auch dann, wenn ihnen bestimmte Verhaltensweisen heute Schwierigkeiten bereiten.
Was einmal geholfen hat, mit einer Situation zurechtzukommen, muss nicht für immer hilfreich bleiben.
Und genau das finde ich an der systemischen Arbeit so wertvoll:
Wir müssen nicht vorschnell etwas als falsch bewerten, um Veränderung möglich zu machen.
Wir dürfen erst einmal neugierig sein.
Auf deine Geschichte. Auf deine Sichtweise. Auf das, was dich geprägt hat. Und auf das, was heute vielleicht anders werden darf.
Du musst nicht erst jemand anderes werden, um dich weiterentwickeln zu dürfen.
Wenn du dir dafür einen geschützten Raum wünschst, begleite ich dich gerne.
Systemisches Einzelcoaching in Berlin-Lichtenberg
Raum für Entwicklung – Dana Vogel
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